Vorteile eines Dispokredit in Österreich

  1. Dispokredit

Der Dispokredit, Dispositionskredit oder kurz Dispo genannt, bezeichnet man in Österreich mit „Überziehungsrahmen“ oder „Kontorahmen“ . Die Beantragung und die Bedingungen sind in Österreich die gleichen wie in Deutschland. Der Kunde muss ein Girokonto bei seiner Bank und einen regelmäßigen Gehaltseingang haben.

Was ist ein Dispokredit?

Der Dispokredit im Österreich wird oftmals automatisch bzw. stillschweigend bereitgestellt. Hat der Kunde regelmäßige Geldeingänge die aus seiner beruflichen Tätigkeit stammen, wenn schon längere Zeit eine Kontoverbindung vorliegt und wenn es in der Vergangenheit zu keinen Auffälligkeiten gekommen ist kann der Kunde über einen Dispokredit verfügen. Der Vorteil eines Überziehungsrahmen ist in einem kurzfristigen finanziellen Engpass zu suchen. Gut zu wissen, wenn der Kunde ins Soll rutscht, dann werden bei einem bestehenden Dispokredit die Überweisungen und Daueraufträge dennoch ausgeführt. Wurde der Dispo schon überzogen, so wird es zu den ersten Rücklastschriften kommen. Die Bank wird keine Überweisungen mehr vornehmen. Wer kurzfristig einen bestimmen Betrag schnell benötigt, für den kann der Dispo die optimale Alternative zu einem Kredit sein.

Der Nachteil des Dispo findet man in seiner schnellen Bereitstellung. Oftmals genügt schon ein Anruf des Kunden bei der Bank. Der Mitarbeiter wird das Konto einsehen und gegebenenfalls den Dispo bereitstellen. Aber gerade die schnelle Verfügbarkeit macht ihn oftmals zu einer Schuldenfalle. Da im Gegensatz zu einem normalen Kredit keine festen Rückzahlungen vereinbart werden, lassen viele Kunde die Überziehung einfach stehen, ja einige bestreiten ihren Lebensunterhalt damit. Spätestens wenn das Gehalt den Dispo nicht mehr abdeckt, sollte über eine Umschuldung nachgedacht werden.

Eine Überziehung des Kontos hat die Eigenschaft, sofern der Kunde nie einen bestimmten Betrag stehen lässt um den Dispo abzubauen, dass er sich von selbst erhöht. Banken berechnen jedes Quartal ihre Überziehungszinsen und schlagen diese auf den bestehenden Dispo auf. Da hier ein Zinssatz von oftmals bis 12 % berechnet werden, entwickelt der Dispo eine schnelle Erhöhung. Auch dann ist ein Umschuldungskredit die bessere Wahl.

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Wie hoch kann der Dispo genehmigt werden?

Ein regelmäßiges Einkommen und eine gute Bonität sind die besten Voraussetzungen für die Bereitstellung eines Überziehungskredites. Wer noch keinen Dispokredit hat und schnell finanzielle Mittel braucht, der sollte Rücksprache mit seiner Hausbank nehmen. Die Höhe eines Dispokredites richtet sich nach der Höhe des Einkommens. Wer allerdings mehrere Ratenkredite zu bezahlen hat oder in der Vergangenheit Probleme mit der Begleichung seiner Kreditraten hatte, der wird wohl von seiner Bank keinen Dispo erhalten.
Während in Deutschland die Schufa des Kunden tadellos sein muss, damit eine Überziehung genehmigt wird, stellen Banken in Österreich ihren Kunden den Dispo ohne Schufa bereit. Die saubere Schufa ist dem nach keine Voraussetzung für einen Überziehungskredit. So kann in Österreich durchaus ein Girokonto geführt werden und der Kunde hat seinen Wohnsitz in Deutschland. Der Grund dass die Schufa nicht relevant ist, begründet sich damit, dass es in Österreich die Auskunftei Schufa nicht gibt. Als Richtwert für die Höhe des Überziehungsrahmens, kann von Bank zu Bank variabel sein, beträgt bis zum 6-fachen Monatsgehalt von einem Angestellten. Zur Info, in Deutschland sind es drei Monatsgehälter, die bereitgestellt werden. Natürlich spielt bei einem so hohen Überziehungsrahmen auch die Dauer der Kundenverbindung und ein hohes Vertrauen eine entscheidende Rolle.
Wer selbstständig arbeitet, der wird oftmals mit Schwierigkeiten bei der Bereitstellung eines Dispokredites rechnen müssen. Normalerweise wird dieser ja nur vergeben, wenn ein regelmäßiges Gehalt eingeht. Da aber Selbstständige oft ein instabiles Einkommen haben, dass schwer nachweisbar ist, schränken Banken die Vergabe des Dispokredit ein. Für diese Berufsgruppe lohnt sich ein Kontokorrentkredit.

Cashpresso die attraktive Alternative zum Ratenkredit

Die neue Form der Dispobereitstellung bietet Cashpresso. Der komplette Vorgang wird online abgewickelt. Dabei kann man sich sowohl vom PC als vom Smartphone registrieren. Der gesamte Vorgang läuft online ab. Eine schnelle Rückmeldung ob der Dispo genehmigt wird, erhöht die Planbarkeit.

Was ist besser der Dispokredit oder der Ratenkredit?

Ein Dispokredit ist einfach zu beantragen und steht dem Kunden fast sofort zur Verfügung. Der Dispo verführt Kunden zu vermehrter Geldausgabe. Es wird mehr ausgegeben als eigentlich vorhanden ist. Wer also einen Dispokredit möchte, der sollte vorab schon wissen, wann er den Dispokredit wieder zurückführen kann. Die Bank kann den Dispokredit jederzeit kündigen, wenn der Kunde beispielsweise arbeitslos wird. Die Gewähr eines soliden Einkommens ist dann nicht mehr gegeben. Experten sprechen von einem Jahr Nutzung des Dispo. Ist er während dieser Zeit durch die Zinsbelastung gestiegen, sollte über einen Umschuldungskredit nachgedacht werden.

Generell kann man sagen, wird nur eine kleinere Kreditsumme benötigt, so kann der Dispokredit günstiger sein als ein Ratenkredit, wenn er zügig zurückbezahlt wird. Bei größeren Summen sollte aber ein Ratenkredit oder ein zweckgebundener Kredit (Autokredit) beantragt werden. Der Kunde erhält zum einen besseren Zinssatz (Niedrigzinsphase nutzen) und er kann absehen, wann er seine Schuld getilgt hat. Braucht er während der Kreditlaufzeit weitere finanzielle Mittel, so könnte ein Kredit, bei weiterhin bestehenden guten Konditionen, durchaus genehmigt werden.
Grundsätzlich also, ist ein Dispokredit teurer als ein normaler Ratenkredit.

Der Online-Dispokredit

Die modernen Fin-Techs (Smartphone) erlauben es, dass viele Kreditanbieter den Dispokredit per Smartphone vergeben und zwar außerhalb der Hausbank. Der Anbieter wird die Bonität des Kunden prüfen, ist diese einwandfrei, so wird ein Dispokredit bereitgestellt. Die Zinsen sind ähnlich einer normalen Kontoüberziehung, nämlich sehr hoch.

Fazit: Ein Dispokredit ist für Banken ein sehr gutes Geschäft. Es gibt Banken die beim Dispokredit Zinsen bis zu 18 % berechnen. Das sollte der Kunde aber nicht bezahlen. Hier wäre die Suche nach einem neuen Bankkonto die bessere Wahl. Gerade wegen der hohen Zinsbelastung sollte der Dispokredit nur kurzfristig genutzt werden. Bei einer größeren Kreditsumme sollte ein Ratenkredit ins Auge gefasst werden.